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Treffen Kontaktkreis der Schützenverbände in NRW in Düsseldorf

Gastgeber war diesmal die Interessengemeinschaft Düsseldorfer Schützenvereine.

Das Schloss Mickeln in Düsseldorf bot auf Einladung der Interessengemeinschaft Düsseldorfer Schützenvereine e.V. (IGDS) am 25. März 2025 den teilnehmenden Vertretern der Schützenverbände in NRW einen angenehmen Rahmen zum Austausch über die Themen, die die Schützen - und somit auch die Schützenverbände - bewegen.

Die Mitglieder des Kontaktkreises blickten zunächst auf einen gelungenen parlamentarischen Abend im NRW-Landtag am 8. Oktober 2024 zurück. Die Planungen für den nächsten parlamentarischen Abend sollen bald wieder aufgenommen werden, es wird ein Zweijahresrhythmus präferiert.

Unter dem Eindruck der letzten Bundestagswahlen und einer neuen Bundesregierung wurden die Auswirkungen eines möglichen politischen Kurswechsels auf das Schützenwesen in Deutschland diskutiert. Es wird die Fortführung des parlamentarischen Kreises Schützenwesen im Bundestag empfohlen.

Massive Anhebungen der Gebühren für die Wiedergabe durch Ton- und Bildtonträgern auf Vereinsveranstaltungen und Volksfesten haben in den letzten Monaten dazu geführt, dass einige Veranstaltungen ohne Musik durchgeführt wurden oder durch die Veranstalter gänzlich abgesagt werden mussten. Im Kontaktkreis ist man sich einig, gemeinsam auf die Verantwortungsträger einzuwirken, die finanzielle Belastung für die Sport- und Traditionsvereine in Grenzen zu halten.

Die zum Teil deutlich höheren Grundsteuerbelastungen für Brauchtums- und Sportvereine werden ebenso kritisch gesehen. Die Teilnehmer des Kontaktkreises weisen aber auch darauf hin, dass für gemeinnützige, kirchliche oder mildtätige Vereine spezielle Steuervergünstigungen gelten. Diese Befreiungen setzen voraus, dass die genutzten Grundstücke und Gebäude ausschließlich für steuerbegünstigte Zwecke verwendet werden. Die steuerbegünstigten Zwecke umfassen nicht nur den klassischen gemeinnützigen, sondern auch den sogenannten Zweckbetrieb, wie er häufig bei Sportvereinen zu finden ist. Auch hier möchten die Mitglieder des Kontaktkreises gemeinsam auf die Politik einwirken, die Belastungen für die Sport- und Traditionsvereine in Grenzen zu halten.

In der letzten Sitzung des REACH-Regelungsausschusses am 27.02.2025 wurde erstmals der Legislativvorschlag der Europäischen Kommission zur Beschränkung von Blei in Munition vorgestellt. Aus Sicht des Sportschießens sind trotz Verbesserungen im Bereich der Kugelmunition weiterhin Regelungen zur geplanten Beschränkung der Verwendung und des Inverkehrbringens bleihaltiger Schrotmunition und Flintenlaufgeschosse vorgesehen, die besonders kritisch zu sehen sind. Der DSB und seine angeschlossenen Landesverbände werden sich weiter gemeinsam dafür einsetzen, dass die in der Stellungnahme aus Sicht der Praxis vertretenen Positionen Berücksichtigung bei der Position der Bundesrepublik Deutschland im REACH-Regelungsausschuss finden.

Ein weiteres intensiv diskutiertes Thema waren die von den genehmigenden Behörden vielfach erwarteten Sicherheitskonzepte für die Durchführung von Schützen- und Volksfesten. Es wurde die unterschiedliche Handhabung in den Kommunen kritisiert. Hier sollten die Kommunen in die Pflicht genommen werden, ihrer hoheitlichen Aufgabe gerecht zu werden und den veranstaltenden Vereinen zugelassene Durchfahrtsperren bereitzustellen.

Mitglied im Kontaktkreis der Schützenverbände sind die Region 1 der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen EGS, der Rheinischen Schützenbund RSB, der Bund der historischen deutschen Schützenbruderschaften BHDS, der Sauerländer Schützenbund SSB, der Westfälische Schützenbund WSB, der Oberbergische Schützenbund OSB und die Interessengemeinschaft Düsseldorfer Schützenvereine IGDS.

TEXT MAIK HOLLMANN, FOTO IGDS