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Schützenverbände in NRW beraten über aktuelle Herausforderungen

Vertreter der nordrhein-westfälischen Schützenverbände tauschen sich in Neuss-Holzheim zu politischen, organisatorischen und rechtlichen Themen aus.

260326 KontaktkreisIm März trafen sich auf Einladung des Rheinischen Schützenbundes die Vertreter der Schützenverbände in Nordrhein-Westfalen zu ihrer turnusgemäßen Sitzung in Neuss-Holzheim. Der sogenannte Kontaktkreis befasst sich seit Jahren mit aktuellen Herausforderungen im traditionellen Schützenwesen und dient als wichtiges Netzwerk innerhalb des Landes. Für den Westfälischen Schützenbund (WSB) nahmen Vizepräsident Arnold Kottenstedde und Geschäftsführer Patrick Krone teil.

Im Mittelpunkt der Sitzung stand zunächst die Vorbereitung des achten Parlamentarischen Abends der Schützen im nordrhein-westfälischen Landtag. Diese Veranstaltungsreihe besteht seit 2008 und verfolgt das Ziel, den Austausch zwischen Landespolitik und Schützenwesen zu stärken. Am 13. Oktober 2026 sind die Schützinnen und Schützen erneut in den Landtag nach Düsseldorf eingeladen. Geplant ist unter anderem ein Großer Zapfenstreich auf dem Vorplatz, bevor im Foyer des Landtages Gelegenheit zu Gesprächen und zum Austausch mit Abgeordneten besteht.

Ein weiteres zentrales Thema war die aktuelle Entwicklung rund um die GEMA-Gebühren. Derzeit laufen Gespräche, die möglicherweise zu einer Verschlechterung der bestehenden Regelungen führen könnten. Aus Sicht der Teilnehmer erscheint daher eine Beibehaltung der aktuellen Vertragssituation sinnvoll.

Mit Sorge betrachten die Verbände weiterhin den Stand des geplanten Bleiverbots auf EU-Ebene. Nach jüngsten Veröffentlichungen der REACH-Kommission könnte die Verwendung von Blei beim traditionellen Vogelschießen zwar weiterhin erlaubt bleiben, jedoch nur unter Auflagen, die als kaum umsetzbar und äußerst kostenintensiv gelten. Der Deutsche Schützenbund (DSB) hat hierzu bereits Stellung genommen. Einigkeit bestand unter den Teilnehmern darin, dass Einschränkungen unbedingt verhindert werden müssen.

Mit Blick auf die bevorstehende Schützenfestsaison wurde zudem über die Abläufe bei Sicherheitskonzepten und die Zusammenarbeit mit Ordnungsbehörden diskutiert. Dabei zeigte sich, dass Entscheidungsspielräume von Behörden regional sehr unterschiedlich gehandhabt werden. Der persönliche Austausch mit den zuständigen Entscheidungsträgern kann hierbei eine wichtige Rolle spielen.

Abschließend wurden verschiedene Einladungen zu Veranstaltungen und Jubiläen innerhalb der Schützenverbände ausgesprochen. Der nächste Termin des Kontaktkreises wurde auf den 7. April 2027 festgelegt. Gastgeber wird dann der Westfälische Schützenbund sein.

TEXT: ARNOLD KOTTENSTEDDE FOTO: UWE PAKENDORF