Die DOG hat eine Ausschreibung veröffentlicht.
Fairness zeigt sich besonders dann, wenn der eigene Erfolg in den Hintergrund rückt und Respekt, Hilfsbereitschaft und Verantwortung das Handeln bestimmen. Mit dem Fair Play-Preis „Jung, sportlich, FAIR“ zeichnet die Deutsche Olympische Gesellschaft e. V. (DOG) auch 2026 junge Menschen aus, die diese Werte im Sport vorleben. Die Fair Play-Initiative schreibt den Preis bereits zum 15. Mal aus und möchte damit besondere faire Gesten sowie Projekte von Jugendlichen und jungen Erwachsenen sichtbar machen. Bewerbungen sind bis zum 31. Dezember 2026 möglich.
Die DOG setzt sich für die Verbreitung des Fair Play-Gedankens im Sport und in der Gesellschaft ein. Dabei bedeutet Fair Play weit mehr als die Einhaltung von Regeln. Es geht um einen respektvollen und partnerschaftlichen Umgang mit Gegnerinnen und Mitspielerinnen, um gleiche Chancen und Bedingungen sowie um die Überzeugung, dass ein Sieg nicht um jeden Preis errungen werden darf. Auch die Haltung bei Erfolg und Niederlage gehört dazu. Im Leistungs- wie im Breitensport wird Fairness deshalb vor allem durch das eigene Verhalten lebendig.
Wie unterschiedlich dieses Engagement aussehen kann, zeigen die ausgezeichneten Beispiele aus dem Wettbewerb 2025, bei dem der erste Platz gleich dreimal vergeben wurde. Einer der Preisträger war Pepe Krohn vom Tennis Club St. Michaelisdonn. Damit eine Spielrunde der Kinder und Jugendlichen trotz krankheitsbedingter Ausfälle stattfinden konnte, bot er seine Teilnahme an, verzichtete auf eigene Punkte und spielte so zurückhaltend, dass die anderen ihre Erfolgserlebnisse genießen konnten. Auch im Wettbewerb mit den Erwachsenen bewies er Fairness: In einem entscheidenden Moment erkannte er einen Ball der gegnerischen Mannschaft als gültig an, obwohl diese ihn selbst für aus gehalten hatte. Damit nahm er einen sportlichen Nachteil bewusst in Kauf.
Ebenfalls ausgezeichnet wurde die C-Jugend der DJK Rhede 1957 e. V. Die Mannschaft kannte aus eigener Erfahrung das Gefühl, deutlich zu verlieren. Als sie gegen die JSG Elten/Praest selbst schnell hoch in Führung ging, entschieden Trainerteam und Spieler gemeinsam, den weiteren Spielverlauf ausgeglichener zu gestalten. Sie wechselten stärkere Spieler aus und bestritten fast die gesamte zweite Halbzeit freiwillig mit einem Spieler weniger. So erhielt die gegnerische Mannschaft mehr Möglichkeiten und konnte drei Tore erzielen.
Ein weiteres Beispiel lieferten Clemens Buchner und Josephine Eilers vom Sail-Lollipop Regatta Verein. Während einer Wettfahrt bei der Jugendmeisterschaft Wilhelmshaven–Friesland geriet ein Vereinskamerad durch einen technischen Defekt an seinem Boot in Schwierigkeiten. Obwohl sie selbst mit ihm im Wettbewerb standen, wendeten die beiden ihre Boote, kehrten zurück und halfen ihm, das Problem zu lösen. Dabei verloren sie mehrere Plätze, bewiesen aber eindrucksvoll Sportsgeist und Hilfsbereitschaft.
Für die Ausschreibung 2026 können sich Kinder und Jugendliche sowie Mannschaften im Alter von zwölf bis 19 Jahren bewerben. Der erste Platz ist mit einer finanziellen Förderung von 500 Euro verbunden, der zweite Platz mit 300 Euro und der dritte Platz mit 200 Euro. Die Förderung erhält jeweils der Sportverein oder die Schule, dem beziehungsweise der die ausgezeichnete Person oder Mannschaft angehört.
Das vollständig ausgefüllte Bewerbungsformular kann zusammen mit ergänzenden Unterlagen wie Fotos, Videos oder Zeitungsartikeln bis zum 31. Dezember 2026 per E-Mail an
Eine Rücksendung der eingereichten Materialien ist nicht möglich. Mit der Bewerbung räumen die Teilnehmenden der DOG das Recht ein, die Bewerbung gegebenenfalls zu veröffentlichen und im Rahmen von Veranstaltungen zu nutzen. Außerdem wird die Bereitschaft zur persönlichen Teilnahme an einer Preisverleihung vorausgesetzt.
Hier findet ihr die Ausschreibung mit allen Infos und dem Bewerbungsformular:
https://www.wsb1861.de/images/2026%20News/Ausschreibung-Jung-sportlich-FAIR-2026.pdf
