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Deutsche Meisterschaft Bogen Halle 2026 in Berlin 

Hochklassige Finals und starke Leistungen bei den nationalen Titelkämpfen der DM Bogen Halle in der Landeshauptstadt.

Berlin wurde Anfang März erneut zum Treffpunkt der deutschen Bogensport-Elite. Vom 6. bis 8. März 2026 ermittelten im Horst-Korber-Sportzentrum insgesamt 570 Schützinnen und Schützen ihre Deutschen Meister in der Halle. Über drei Wettkampftage hinweg boten die Titelkämpfe hochklassigen Bogensport, enge Entscheidungen und zahlreiche starke Ringzahlen.  

Athletinnen und Athleten aus den Landesverbänden – darunter zahlreiche Starter aus Westfalen – zeigten sich in guter Form und mischten in mehreren Klassen im Kampf um die Medaillen mit. 

Spannende Finals und herausragende Ringzahlen 
In der Recurve-Herrenklasse entwickelte sich ein hochklassiger Wettbewerb. Bereits in der Qualifikation lagen mehrere Schützen dicht beieinander. Am Ende setzte sich Felix Wieser (FSG Tacherting) durch, der mit 584 Ringen bereits in der Vorrunde seine starke Form unter Beweis gestellt hatte. Im Goldfinale ließ Wieser nichts anbrennen und sicherte sich den Deutschen Meistertitel.  

Silber ging an David Strodick (SuS Boke), der damit auch aus westfälischer Sicht für ein starkes Ergebnis sorgte. Auf Rang drei landete Neil Bennemann (TS 1861 Bayreuth) vor Karsten Stichler (BS Opladen 1962 e.V). 

Bei den Recurve Damen wurde es im Finale noch einmal richtig spannend. Lea Marie Schweer (SG Hagenburg-Altenhagen) bewies im entscheidenden Duell Nervenstärke und setzte sich gegen Svenja Herrmann (ASC Göttingen) durch. Bronze sicherte sich Nicole Müller (Skam Fellbach-Schmiden) vor Daniela Klesmann (SGes Bempflingen).  

Bronze mit dem Recurvebogen im Nachwuchsbereich
Vom Bocholter Bogenschützen Club konnte sich Youri Lauterbach in der Schülerklasse A mit dem Recurvebogen auf dem Treppchen platzieren. Mit 563 Ringen sicherte er sich die Bronzemedaille hinter Liam Bracht und Lukas Becker vom BSV Moischt. 

Westfälische Schützen überzeugen in den Compound-Wettbewerben 
Ruhige Hand, volle Konzentration und höchste Präzision: Die Wettbewerbe im Compoundbogen sorgten sowohl bei den Schülern A als auch bei den Senioren für spannende Entscheidungen – mit starken Ergebnissen aus westfälischer Sicht. 

Bei den Compound Schülern A (6.25.20) setzte sich Ben Schuster (BSC Schömberg) mit starken 579 Ringen an die Spitze. Dahinter überzeugte der Westfale Jonathan Kahl (Rovers Bogenschützen Hiltrup) mit 568 Ringen und sicherte sich Rang zwei. Platz drei ging an Luke Jaqui (BSC Gronau) mit 559 Ringen. Alles in allem also eine ausgezeichnete Leistung und ein knapper Sieg, so macht Sport Spaß. 

Auch bei den Compound Senioren (6.25.14) mischte ein Westfale vorne mit. Franz Tamegger (Auracher BC) gewann den Wettbewerb mit 577 Ringen, doch Heinrich Glasmeyer (TV Mesum) hielt die westfälischen Farben hoch und belegte mit 562 Ringen den zweiten Platz. Nur einen Ring dahinter folgte Wilfried Hoeft (SV Wiepenkathen) mit 561 Ringen auf Rang drei. 

Damit standen gleich zwei westfälische Athleten auf dem Podium und unterstrichen die starke Präsenz Westfalens im Compound-Bereich. 

Compound-Dominanz mit nahezu perfekten Ergebnissen 
Traditionell werden in den Compoundklassen die höchsten Ringzahlen geschossen – und auch in Berlin bestätigte sich dieses Bild eindrucksvoll. 

Bei den Compound Herren dominierte Simon Moritz (Bogenschützen TSV Natternberg) mit nahezu perfekten 598 Ringen in der Qualifikation. Auch im Finale ließ er nichts anbrennen und sicherte sich souverän den Titel vor Pascal Schmidt (1. BSC Gießen). Bronze ging an Paolo Kunsch (SSV Hohenacker).  

In der Compound Damenklasse gewann Franziska Göppel (Wassertrüdingen Abt. Bogen) den Deutschen Meistertitel. Katharina Kutscher (TSV Jahn Freising) belegte Rang zwei, während Marie Marquardt (Blankenfelder BS) Bronze holte.  

Fokus Richtung Freiluftsaison 
Mit der Deutschen Meisterschaft in Berlin fand die Hallensaison ihren traditionellen Höhepunkt. Für viele Schützinnen und Schützen dient der Wettbewerb zugleich als wichtige Standortbestimmung für die kommenden Monate. 

Die Leistungen in Berlin zeigen deutlich: Der deutsche Bogensport verfügt über eine große Leistungsdichte – vom Nachwuchs bis zur nationalen Spitze. 

Nach den intensiven Wettkampftagen in der Hauptstadt richtet sich der Blick nun bereits auf die Freiluftsaison, in der erneut zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe auf die Athletinnen und Athleten warten. 

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