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Blasrohr Landesmeisterschaft 2026 in Soest

206 Starts, jede Menge Spannung und Teilnehmende von den Jüngsten bis zum stolzen Alter von 83 Jahren.

Die Landesmeisterschaft im Blasrohrsport des Westfälischen Schützenbundes am 5. September 2026 in Soest hatte wieder alles, was diese Sportart so besonders macht. An der Schießlinie herrschte eine ganz besondere Mischung: höchste Konzentration, gespannte Blicke auf die Scheiben – und gleich daneben ein Lachen, ein kurzer Spruch oder ein erleichtertes „Jawoll!“. Denn beim Blasrohrsport geht es zwar um jeden einzelnen Ring, aber eben nicht nur um das Ergebnis.

Zwei Generationen, eine Schießlinie

Ein Bild brachte den besonderen Charakter der Landesmeisterschaft auf den Punkt: Eine junge Sportlerin aus der Schülerklasse absolvierte ihren Wettkampf direkt neben WSB-Präsident Dr. Maik Hollmann, der ebenfalls zum Blasrohr griff. Zwei Generationen standen Seite an Seite – beide hoch konzentriert und mit sichtbarer Freude bei der Sache.
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Genau diese Vielfalt macht den Blasrohrsport aus. Während die jüngsten Teilnehmenden erste Wettkampferfahrungen sammelten, traten zugleich erfahrene Schützinnen und Schützen mit jahrzehntelanger Sporterfahrung an. Der älteste Teilnehmer war beeindruckende 83 Jahre alt. Die Jüngsten zeigten derweil, dass Konzentration und Ehrgeiz keine Frage des Alters sind.

Spitzenleistungen und knappe Entscheidungen

Auch sportlich hatte die Landesmeisterschaft einiges zu bieten. In den Herrenklassen erzielten Heiko Tuschmann und Ingo Kummetz mit jeweils 591 Ringen die besten Resultate. Tuschmann konnte seine Leistung selbst kaum glauben und kommentierte sie begeistert mit den Worten: „Das jibbet net, das jibbet net …“

Jens Kortsteger erreichte in der Klasse Herren II starke 588 Ringe. Bei den Damen stellte Seriensiegerin Regina Cramer mit 585 Ringen erneut ihr Können unter Beweis.

Doch nicht nur die Spitzenwerte erzählten Geschichten. Für viele Teilnehmende ging es um persönliche Bestleistungen, knappe Entscheidungen, den ersten großen Wettkampf oder schlicht um die Freude, die eigene Leistung auf der Scheibe wiederzufinden. Deshalb lohnt sich auch der Blick in die vollständige Ergebnisübersicht.

Nachwuchs mit viel Ehrgeiz

Die jungen Sportlerinnen und Sportler bewiesen eindrucksvoll, dass der Blasrohrsport längst kein reiner Erwachsenensport ist. In der Schülerklasse I erzielte Max Stohlmann 566 Ringe, Paula Herbst kam auf 563 Ringe. Bei den Schülern II erreichte Samuel Schröder ebenfalls 566 Ringe, während Lola Heinke ihre Klasse mit 563 Ringen gewann.

Auch bei den Bambinis wurde bereits mit viel Begeisterung gezielt: Johanna Marie Ricke erzielte beachtliche 474 Ringe.

Gemeinsam erfolgreich

Im Mannschaftswettbewerb zeigte sich, dass Blasrohrsport auch Teamgeist bedeutet – obwohl am Ende jede Schützin und jeder Schütze selbst an der Linie steht. Bei den Erwachsenen gewann Wiebelsaat 1 mit 1.749 Ringen vor Heeren-Werve 3 mit 1.738 Ringen und Dalbke 1 mit 1.733 Ringen.

Bei aller sportlichen Konkurrenz blieb das Miteinander jederzeit spürbar: an der Schießlinie, zwischen den Durchgängen und natürlich bei den Siegerehrungen.

Ein Wettkampf voller Erinnerungen

Die Landesmeisterschaft 2026 hat erneut gezeigt, was den Blasrohrsport auszeichnet: sportlicher Ehrgeiz, Konzentration, Nachwuchsförderung, Erfahrung und vor allem eine Gemeinschaft, in der mehrere Generationen selbstverständlich nebeneinander an der Schießlinie stehen.

Soest 2026 war deshalb weit mehr als ein Wettkampf und eine Sammlung von Ergebnissen. Die Landesmeisterschaft bot zahlreiche Geschichten, Begegnungen und Erinnerungen, die den Beteiligten noch lange im Gedächtnis bleiben werden.

Hermann Lücking – „Hermi der Shootingfan“

Text und Fotos: Hermann Lücking
Quelle: Pusten, Zielen, Jubeln – die Landesmeisterschaft 2026 in Soest - Blasrohrsport - der Blog - Blasrohrsport