Digitale Delegiertenversammlung des DSB statt Schützentag in Gotha

In einem Schreiben vom 16. Februar informierte DSB-Präsident Hans-Heinrich von Schönfels die Landesverbände.

190510DSBSehr geehrte Damen und Herren, 
liebe Kolleginnen und Kollegen, 

auch zu Beginn des Jahres 2021 fehlt uns in der Corona-Pandemie weiterhin jedwede Planungssicherheit für den Sport- aber auch den Sitzungsbetrieb. Zu groß ist trotz sinken­der Neuinfektionszahlen und langsam steigender Impfquote die Sorge vor den Risiken der hochansteckenden Covid-19-Mutationen, die in einigen anderen europäischen Ländern zu einem exponentiellen Anstieg der Neuinfektionen geführt haben. 

Vor diesem Hintergrund erreichte uns in der vergangenen Woche auch die Information seitens der Stadt Gotha, dass mit einer abschließenden Genehmigung der Durchführung des für 30.04.-01.05.2021 geplanten Deutschen Schützentages an unserer Gründungsstät­te - auch in der vom Gesamtvorstand beschlossenen auf das Minimum an Delegierten reduzierten Form - erst Mitte April zu rechnen sei. Das DSB-Präsidium hat sich in seiner digitalen Zusammenkunft Ende vergangener Woche deshalb noch einmal sehr intensiv mit den Möglichkeiten der Durchführung des Deutschen Schützentages 2021 beschäftigt. 

Dabei war sich das Präsidium einig, dass eine Durchführung des Deutschen Schützenta­ges in Präsenz zum geplanten Termin aufgrund der fehlenden Planungssicherheit für den DSB aber auch für Sie als Landesverbände nicht darstellbar ist. Als weitere Möglichkeiten wurden in der Folge die im Gesamtvorstand bereits als Alternative bestätigte Durchführung einer digitalen Delegiertenversammlung sowie eine Verschiebung des Deutschen Schüt­zentages in Gotha in den Herbst erörtert. 

Dem allseits gehegten Wunsch durch eine Durchführung in Präsenz die positive Außen­darstellung des Schützenwesens und des Verbandes, ein persönliches Treffen sowie eine würdige Plattform für das Bundes-Uugend-)königsschießen, Ehrungen etc. gewährleisten zu können, stand die mit einer Terminverschiebung gleichzeitig einhergehende weitere Corona-abhängige Unsicherheit bei der Planung und Durchführung, die unklaren Hotelka­pazitäten für DSB und Landesverbände (insbesondere wegen der Bundesgartenschau in Erfurt) sowie die entstehende Terminunsicherheit wegen möglicher Parallelveranstaltungen gegenüber. 

Nach intensiver Abwägung hat das Präsidium deshalb entschieden, gemäß der Beschluss­lage des Gesamtvorstandes die Delegiertenversammlung digital durchzuführen, um damit zum bereits bekannten und eingeplanten Termin mit der nötigen Planungs- und Durchfüh­rungssicherheit die formal wichtigen, satzungsrelevanten Punkte - u.a. die Wahlen des Präsidiums - zeitnah durchführen zu können und dadurch rechtliche Sicherheit zu haben. Die technischen Lösungen dazu sind inzwischen ausgereift und erprobt. 

Hinsichtlich der im Rahmen eines Deutschen Schützentages sonst üblichen Programm­punkte, wie das Bundes(-jugend-)königsschießen, Ehrungen, Bannerübergabe etc., bitten wir um Verständnis, dass weitere Informationen nach den nächsten Sitzungen von Präsidi­um und Gesamtvorstand Mitte März folgen. 

In diesem Zusammenhang möchten wir ebenfalls bereits informieren, dass angesichts der aktuellen Corona-Lage mit dem bis mindestens 7. März verlängerten „Lock-Down" auch die nächste Gesamtvorstandssitzung am 13.März ab 09:00 Uhr digital stattfinden wird. Die technischen Details sowie die Tagesordnung zur Sitzung lassen wir Ihnen in den kommen­den Tagen noch zukommen. 

Liebe Schützenschwestern und Schützenbrüder, ich bedaure ausdrücklich, Ihnen keine positiveren Nachrichten zum Deutschen Schützentag 2021 verkünden zu können. Gleich­zeitig bin ich überzeugt, dass die getroffene Entscheidung angesichts der aktuellen Lage richtig ist, und hoffe deshalb auch auf Ihr Verständnis. 

Gerne möchte ich die Gelegenheit nutzen, dem Thüringer Schützenbund um seinen Präsi­denten Stephan Thon, dem Kreisschützenverband "Sterzing" Kreis Gotha e.V., der Herzog­lich privilegierten Altschützengesellschaft zu Gotha, aber natürlich auch der Stadt Gotha und ihrem Oberbürgermeister Knut Kreuch recht herzlich für die bisher geleistete Arbeit bei der Vorbereitung des Deutschen Schützentages zu danken. Schon heute freue ich mich auf ein gemeinsames Wiedersehen an der Gründungsstätte unseres Verbandes bei nächs­ter Gelegenheit. 

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung und freue mich auf ein zumindest digitales, baldiges Wiedersehen. 

Freundliche Grüße aus Wiesbaden 

DEUTSCHER SCHÜTZENBUND
Hans-Heinrich von Schönfels

Das komplette Schreiben finden Sie hier.